Wolfgang Schöneich

Eine der wichtigsten Personen zum Thema „Porschelok“ war unbestritten

Wolfgang Schöneich (13.02.1937 – 15.04.2026)

Wolfgang Schöneich wurde am 13. Februar 1937 in Oberröblingen am See (in der Nähe von Halle an der Saale) geboren. Nach seiner Schulausbildung machte er von 1951 bis 1954 eine Lehre als Betriebsschlosser im Kohlebergbau Röblingen.

1954 bis 1956 folgte eine Weiterbildung als Betriebselektriker und Elektroniker, 1956 bis 1957 dann eine Tätigkeit als Regel- und Messtechniker im Kohlebergbau Röblingen.

1958 gab es dann einen Ortswechsel in den Westen als Monteur im Eisenwerk Brauns in Dortmund.

1959 wechselte er als Fahrer und Werkstattleiter zu der Firma Henry Escher Ausstellungsbahnen KG in Dortmund. Während der Bundesgartenschau sammelte er die ersten Erfahrungen mit den Porscheloks. Er half, die Kinderkrankheiten der Züge zu beseitigen und den reibungslosen Betrieb während der gesamten Gartenschau zu gewährleisten. Er war Stammfahrer vom grünen Zug 4 (DAB Blitz).

Hier war er auch für die Reparatur und Wartung der Schienenlosen Züge zuständig.

Rechts Wolfgang Schöneich 1960

Nach dem Ende der Bundesgartenschau 1959 in Dortmund erfolgte eine Weiterbildung im Auftrag der Firma Henry Escher zum Thema ‚Industriemotoren‚ bei Porsche in Zuffenhausen.

1960 fand in Saarbrücken die Deutsch-Französische Gartenschau statt. Wolfgang Schöneich wurde Fahrer und technischer Betriebsleiter bei der Messe- und Ausstellungsbahnen GmbH, die von Henry Escher zusammen mit Heinz Grandmontagne (Saarmesse) neu gegründet wurde.

Nach der Gartenschau stieg Henry Escher aus der Messe- und Ausstellungsbahn GmbH aus, die von Grandmontagne weitergeführt wurde. Wolfgang blieb noch bis zum Ende der Saison 1963, bevor er die erste von zwei Auszeiten nahm. Von 1964 bis 1968 machte er sich mit einer Tankstelle mit Werkstatt und Service für Hirschmann Antennen selbstständig.

1969 ging es dann wieder zurück als Werkstattleiter und Fahrer der Kleinbahn in den Deutsch-Französischen Garten.

1977 gab es dann die zweite „Auszeit“. Bis 1984 war er bei der Firma Liebherr als Kundendiensttechniker für Autokräne tätig. Seine Auslandseinsätze führten ihn dabei bis nach Afrika.

Von 1984 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2011 war er dann wieder als Betriebsleiter und Fahrer bei der Kleinbahn Saarbrücken. Damit war er insgesamt 40 Jahre als Betriebsleiter und Fahrer in Saarbrücken tätig.

Während seiner Zeit im DFG war er unter anderem für den Umbau der Züge auf Peugot- bzw. Deutz-Motoren verantwortlich.

Nebenbei erstelle er die Internetseiten www.saarwolf.de, auf denen er sein umfangreiches Wissen teilte.

Ab Anfang der 2000er Jahre wurde er Mitglied unserer Interessengemeinschaft Porschelok. Er hat uns immer mit seinem Fachwissen, seiner Freundlichkeit und seinem enormen Gedächtnis zur Seite gestanden und uns bei unseren Recherchen unterstützt. Er war eine große Hilfe, ohne ihn wären wir niemals soweit wie heute.

Im April 2025 war er trotz seines hohen Alters und angeschlagener Gesundheit bei unserem Gruppentreffen in Karlsruhe. Hier wurde ihm zu Ehren der blaue Zug (ehemals Zug 6 Serie 3 Baujahr 1967) auf den Namen ‚Wolfgang‚ getauft.

[HS]